So wird die PKV später nicht zu teuer  

Wer jung und gesund ist, spart in der privaten Krankenversicherung oft hunderte Euro im Monat. Mit zunehmendem Alter steigt allerdings oft der Beitrag, so dass es für Ruheständler manchmal finanziell knapp wird. Das muss aber nicht sein. Zum Glück gibt es mehrere Möglichkeiten, um den PKV- Beitrag auch im Rentenalter bezahlbar zu halten.

 

Ein Wechsel des privaten Krankenversicherers lohnt sich meist nur in den ersten Jahren, andernfalls geht ein zu großer Anteil der Altersrückstellungen verloren, das raten Verbraucherschützer. Ältere Privatversicherte kommen aber oft schon mit einem Tarifwechsel beim aktuellen Versicherer zu günstigeren Beiträgen – falls der Versicherer zwischenzeitlich neue Tarife aufgelegt hat, um jungen und gesunden Interessenten günstigere Preise bieten zu können. Auf Wunsch muss der Versicherer auch Altmitglieder auf Neutarife mit vergleichbarem Leistungsumfang umstellen, dabei bleiben die gesamten Altersrückstellungen erhalten. Ungefragt wird er die günstigeren Beiträge in der Regel jedoch nicht anbieten, so dass man gezielt nachfragen sollte, ob günstigere Paralleltarife bestehen. Zweite Möglichkeit: Wechsel in den Basistarif. Ab 55 Jahren kann man in einen so genannten Basistarif wechseln, dessen Leistungsniveau dem der gesetzlichen Krankenversicherer entspricht. Die Beiträge zu diesem Basistarif dürfen nicht höher sein als die Kosten einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung bei einem Einkommen in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze.

 

Die dritte Strategie heißt Leistungsverzicht. Nicht mehr benötigte Extraleistungen kann man beruhigt aus seinem Versicherungsschutz streichen. Ein Krankentagegeld beispielsweise braucht man im Rentenalter nicht mehr, denn im Ernstfall erleidet man keinen Einkommensausfall, der finanziell abgefedert werden müsste. Auch durch Verzicht auf das Einzelzimmer oder die Chefarztbehandlung in der Klinik lassen sich Beitrage sparen. Viertens: Höhere Selbstbeteiligung. In vielen Tarifen können Sie als Versicherter verschiedene Stufen wählen. Aber Achtung: Die Selbstbeteiligung nur so hoch wählen, dass Sie bei einer teuren Erkrankung nicht in finanzielle Bedrängnis geraten.

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